Integrative Psychotherapie

Damit wird ein Therapieansatz bezeichnet, der sich an den humanistischen Verfahren der Integrativen Therapie oder der Integrativen Gestalttherapie orientiert. Dieser methodische Zugang integriert Elemente der Psychoanalyse, der Gestaltpsychologie, des Existentialismus, der Körperpsychotherapie, des Sensory Awareness, der Phänomenologie und östlicher Philosophien.
Im Mittelpunkt des Integrativen Ansatzes steht der Mensch in seiner Gesamtheit, mit seinen Ressourcen und Fähigkeiten.  in Abgrenzung von rein defizitorientierten Psychotherapiemethoden.

„Ganz sein, nicht fragmentiert in unseren Handlungen,
im Leben, in jeder Art von Beziehung,
das ist das eigentliche Wesen geistiger Gesundheit.“
Krishnamurti

Integrative Gestaltberatung

Die integrative Gestaltberatung stützt sich auf die Theorie der Gestalttherapie. Wie wir in Kontakt sind mit unseren Gefühlen, wie wir wahrnehmen und mit der Welt kommunizieren, wie wir unsere subjektive Wirklichkeit ausdrücken, wird als zentral gesehen. Mir ist es wichtig, den Menschen in der Beratung in ihrer ganzen körperlichen, geistigen und seelischen Erscheinungsweise zu begegnen. Durch die Achtsamkeit auf das Hier und Jetzt werden die Klienten auf der Suche nach einem persönlichen nächsten Heilungsschritt unterstützt.

Die Gestalttherapie sieht die jede Persönlichkeit als einmaliges Individuum mit seiner Lebensgeschichte wie auch in Interaktion mit seinem sozialen Feld und den gesellschaftlichen Bedingungen als Hintergrund.

In Dialogen, Rollenspielen, Imaginations- und Identifikationsübungen vergegenwärtigt und durchlebt der Klient/ die Klientin bisher ungeklärte Situationen. Deren Ziel ist es, dem Klienten/ der Klientin bewusst zu machen, was er/sie tut und wie er/sie handelt und dabei gleichzeitig die Akzeptanz seiner/ihrer eigenen Persönlichkeit sowie seine Selbstachtung zu stärken.  Gestaltberatung versteht sich als dialogischer, annehmender Beratungsprozess,  sodass die Menschen lernen, ihre Selbstgestaltungspotentiale zu entfalten und ihr Leben neu zu entwickeln.

Der Gestalt-Ansatz orientiert sich an der Methode der Gestalttherapie, die zu den humanistischen Verfahren in der Psychotherapie gehört. Er beruht auf der Theorie und Praxis von Frederick Salomon Perls und Laura Perls. Der Gestalt-Ansatz ist geeignet, um zu Ihren Ressourcen zu finden, Ihre Kontakt- und Begegnungsfähigkeit zu verbessern und immer bewusster im Hier und Jetzt zu leben, anstatt in alten Gedankenmustern der Vergangenheit festzuhängen .

Trauma-Therapien:

Integral Somatic Psychology (ISP)

ISP ist eine sehr effektive Methode zur Behandlung von frühen oder aktuellen Traumen. Sie ist eine Weiterentwicklung von Somatic Experiencing (SE nach Peter Levine). Ihr Begründer Raja Selvam baut sowohl auf der Psychologie des Westens als auch des Ostens auf, besonders auf den Traditionen Indiens. Der Klient/ die Klientin lernt, die Rolle des Körpers mit seinen physiologischen Gegebenheiten in- und außerhalb des Nervensystems besser zu verstehen und für Gefühlsregulationen zu nutzen.

ISP beleuchtet die Funktion von Energie und Gewahrsein sowohl bei der Entstehung als auch bei der Abwehr psychischer Erfahrungen. Die allgemeinen Prinzipien von ISP wurden in diversen klinischen Zusammenhängen erforscht und bestätigt.
Der Ansatz ermöglicht eine große Flexibilität im Hinblick auf die Werkzeuge, die bei der Arbeit mit Körper, Energie und Gewahrsein zum Einsatz kommen können: von bewusstem Wahrnehmen über Bewegung, Atem und Töne bis zu zwischenmenschlicher Resonanz, sowie Eigenberührung der Klienten.

Vermittelt wird einerseits, welche Rolle diese Aspekte bei der Entstehung und dem Unterbinden psychischer Erlebnisprozesse spielen und andererseits, wie sie die interaktive Regulierung erleichtern und/oder behindern. Hierbei geht es um Anwendungsmöglichkeiten auf Gebieten wie Affekte, Bindungen, Stress und Trauma, die aktuell in weiten Kreisen auf großes klinisches Interesse stoßen.

Psychodynamisch Imaginative Traumtherapie (PITT)

Als Medium einer hilfreichen Beziehung wird vor allem die Selbstbeziehung und Selbstberuhigungsfähigkeit betont und mittels Imagination angeregt, diese neu zu gestalten. Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann basiert auf der neurobiologischen Erkenntnis, dass das Gehirn zwischen erlebten und visualisierten Bildern kaum unterscheiden kann. Dieser Umstand kann Traumapatienten helfen, sich bei massiven Gefühlsüberflutungen und damit zusammenhängenden Gefühls-Abspaltungen zu regulieren.

Aber auch bei Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie bei innerseelischen Konflikten wird eine emotionale Befreiung möglich. Über das Medium einer hilfreichen Beziehung wird vor allem die Selbstbeziehung betont und der/die Klient/in mittels Imagination angeregt, diese neu zu gestalten und seelische Wunden damit einer Heilung zuzuführen.

Zentral ist das Konzept der „inneren Bühne“, die zu einem gemeinsamen imaginären Raum wird, auf dem die Patienten, ggf. angeregt und unterstützt durch den/die Therapeut/in, „spielen“ können. Der Patient bringt den verletzten inneren Anteil – meistens ein „inneres Kind“ – an einen guten, sicheren inneren Ort, um ihn dort von immerwährend verfügbaren idealen Eltern und „hilfreichen Wesen“ versorgen und trösten zu lassen.

Die in der Therapie gelernten Übungen kann der Klient später selbständig anwenden und damit Stress regulieren. Dadurch wird er wieder handlungsfähiger. Die Ebene der Imagination ist sehr geeignet, den Körper in die therapeutische Arbeit mit einzubeziehen, ohne dass der Körper berührt werden muss, was ja für Menschen, die in zwischenmenschlichen Beziehungen traumatisiert wurden, oft ein Problem darstellen würde. Andererseits ist der Körper der Ort der Traumatisierung. Achtsames Wahrnehmen des Körpers und der Körperbedürfnisse wird daher fortwährend angeregt, die Auswirkungen von Vorstellungen auf den Körper und sein Befinden sind unmittelbar wahrnehmbar und helfen den Patienten, sich bewusst und aktiv auf funktionalere und heilsamere Vorstellungen einzulassen.

Traumatische Erfahrungen werden als Gedächtnisspur behalten. Dabei ist die Art des Erinnerten und dessen Grad an Bewusstsein stark vom Alter zur Zeit der Erfahrung abhängig. Überwältigende Gefühle werden abgespalten. Frühe Beziehungsmuster werden verinnerlicht und in aktuellen Beziehungen wiedererlebt.

Brainspotting (PTBS)  

Brainspotting ist ein tiefenpsychologisch fundierter und körperorientierter Ansatz zur Traumaverarbeitung. Mittels dieser Behandlungstechnik  können emotionale und somatische Symptome nach emotionalen Verletzungen und traumatischen Erlebnissen verarbeitet werden.

Brainspotting wurde von David Grand (USA) entwickelt. Es handelt sich um einen neuartigen psychotherapeutischen Zugang, der davon ausgeht, dass therapierelevante physiologische und emotionale Empfindungen mit Augenpositionen und über das Gesichtsfeld zielgerichtet aktiviert und verarbeitet werden können. Grand postuliert eine neurologische Verbindung von Blickrichtung und psychischen Inhalten. Die Verarbeitung, die auf Reflexebene bzw. auf der Ebene des Zentralnervensystems geschieht, geht einher mit einer Überschreibung vorher konditionierter physiologischer Reaktionen. Brainspotting kann nicht nur auf Belastungen, sondern auch auf den Aufbau und die Stärkung von Ressourcen gerichtet werden, um so eine abgestufte Verarbeitung eines Traumas und eine Desensibilisierung zu erreichen.

Arbeit mit Träumen

Ein unbearbeiteter Traum gleicht einem ungelesenen Brief
– geschrieben von meinem höheren Selbst an mich –
in meiner ständigen Entwicklung.

Wir haben jede Nacht unzählige Träume und vielleicht haben Sie sich schon oft gefragt, was Ihnen Ihre Träume jede Nacht erzählen wollen? Manchmal ist es sogar so, dass Ihre Stimmung am folgenden Tag wird von einem guten oder schlechten Traum beeinflusst wird.

Kein Organ und kein Ausdruck unseres Körpers ist ohne Sinn und Bedeutung – auch die Träume der Nacht nicht. Die Bildersprache der Träume wurde in uns bereits vor dem Erwerb der gesprochenen Sprache angelegt.
Durch die Traumarbeit lernen die KlientInnen die Symbole nächtlicher Träume zu verstehen.  Indem wir schrittweise alle Elemente des Traumes in Verbindung bringen mit der objekthaften Repräsentanz in der belebten und unbelebten Natur, sie auch in Bezug setzen zur subjektiven Bedeutung des Träumenden, werden Trauminhalte dechiffriert und der Klient/ die Klientin erkennt, welche Entwicklungsschritte vor ihm/ihr liegen und wie diese zu bewältigen sind.

Als Menschen sind wir lernende und sich entwickelnde Wesen, die zuinnerst aufgefordert sind, ihr Leben immer freier zu gestalten. Träume zeigen uns, wo auf diesem Weg wir derzeit stehen, welche Ängste wir zu überwinden haben und welche Erkenntnisse uns helfen können, die Lebensgestaltung kreativ zu meistern.

Träume können nicht von einem Außenstehenden gedeutet werden. Die Entschlüsselung der Trauminhalte anhand von gezielten Fragen führt zu beim Träumenden selbst zur Erkenntnis.

Diese Symbolsprache mit Menschen, Tieren, Pflanzen, Fahrzeugen, Landschaften und Zahlen benötigt in unserer Kultur (wieder) eine Übersetzung

Im Traum erhalten wir Warnungen vor einem ungesunden Lebensstil oder vor einer verhängnisvollen Entscheidung. Träume spielen Möglichkeiten kreativ durch. Im  Angsttraum zeigen sie beispielsweise, dass durch Weglaufen die Angst größer wird, also keine geeignete Lösung darstellt. In Zeiten großer seelischer Not merken wir uns Träume besser. Träume sind zwar bizarr, aber selten unverständlich. Das alltägliche Leben wird durch einen verstandenen Traum bewusster, durchschaubarer und verständlicher. Träume wollen uns grundsätzlich etwas mitteilen, was wichtig und heilsam für uns ist.

Ich habe die Ausbildung in Traumarbeit nach Orturd Grön absolviert und mich intensiv mit Traumarbeit nach C.G. Jung und der Traumarbeit in der Integrativen Therapie nach Renate Frühmann beschäftigt, um aus all diesen Schulen einen für mich reiches Fundus an Zugängen zu schöpfen. Denn Träume sind so vielschichtig wie das Leben und bereichern unsere Entwicklung.

Systemischer Blick

„Wenn eure ureigene wahre Natur verwirklicht ist
-unbegrenzt und stets gegenwärtig-
werden alle erkennen, dass es keinen Gewinn gibt,
an dem wir nicht alle beteiligt sind und keinen Verlust,
für den wir nicht alle ein Opfer bringen.“
Harry Palmer

Der systemische Blick in der Arbeit mit einzelnen KlientInnen, Gruppen und Organisationen bezieht immer das gesamte Lebensumfeld in die Beratungssituation mit ein. Der Einzelne versteht seine Gefühle und Handlungen auch aus seiner Eingebundenheit in größere Einheiten. Muster, Dynamiken und Zusammenhänge eines bestimmten Systems werden erkannt, verstehbar und damit auch veränderbar gemacht.

Alles hängt in einem System mit allem zusammen
und alles ist in jeder kleinen Einheit enthalten:
„Wie im Großen, so im Kleinen“.

In einer sozialen Gruppe hat jeder eine spezielle Sichtweise auf die Realität, d.h., der eigene Blick auf die Wirklichkeit wird aufgrund der Position im System individuell „konstruiert“. So entstehen verschiedene Sichtweisen, was jeweils unter der Wirklichkeit verstanden wird. In der Beratung unterstütze ich den Klienten darin, sich dieser verschiedenen Realitäten bewusst zu werden und über seine Situation und die Wahrnehmung der Realität aktiv nachzudenken, um diese so zu gestalten, dass das Leben autonomer geführt werden kann.  

Mithilfe von systemischen Struktur-Aufstellungen wird eine veränderte Sicht auf das Erleben möglich, was zu einem freieren Fluss der Gefühle und zu einem neuen Verhalten führt.

Transpersonale Psychotherapie

„In der lebendigen Natur geschieht nichts,
was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen stehe.“
Johann Wolfgang von Goethe

Die Transpersonale Psychologie beruht auf einem humanistischen Menschenbild und bezieht die spirituelle Dimension in die therapeutische Arbeit mit ein. Die Transpersonale Psychologie erweitert die klassischen Ansätze der Psychotherapie um philosophische, religiöse und spirituelle Aspekte. Dadurch rückt die Frage nach Sinn und Bedeutung von Verhaltensweisen und Symptomen mehr in den Vordergrund der therapeutischen Arbeit. Es bedeutet, die Verbundenheit von allem mit allem mit einzubeziehen.

Das transpersonale Selbst oder die Innere Weisheit ist der Schlüssel für eine ganzheitliche Heilung. Wenn das Selbst, das im Menschen eingefaltet ist, zugänglich wird, können ungeahnte Potenziale und Ressourcen freigesetzt werden. Das Leben erhält dann eine neue Qualität, der Mensch den Zugang zu einem umfassenderen und wachen Bewusstsein

Für meine Arbeit bedeutet diese Haltung, dass ich Probleme von einzelnen Menschen oder auch Gruppen nicht nur als Fehlsteuerung oder mangelnde Fähigkeit in Entwicklung sehe, sondern dass diese not-wendigerweise kommen, um dadurch ein Stück heiler und verbundener mit dem Leben weiter zu gehen.

Indem Menschen krisenhafte Prozesse durcharbeiten und sich entwickeln, gewinnen sie Einsicht in die Sinnhaftigkeit des Erlebten. Das dadurch gewonnene Vertrauen in die Weisheit des Lebens stärkt gleichzeitig das Vertrauen in die eigene Selbststeuerung und die individuelle Lebensgestaltung

Meine Ausbildung in holotroper Atemarbeit, die Begleitung des Spiritiuell transpersonalen Weges durch Sylvester Walch und meine eigener Zen-Schulungen begleiten meine therapeutische Arbeit von Beginn an.